
Wilhelm Arlt (Platz 4, Münchener Ruder-Club) im Achter auf dem Weg zu Silber.
Bevor es für das deutsche Team in die Schweiz ging, stand eine sechstägige unmittelbare Wettkampfvorbereitung (UWV) am Bundesstützpunkt in Potsdam auf dem Programm. Dort arbeiteten die Mannschaften intensiv an Technik, Rennabstimmung und Bootsgefühl, ehe die gesamte Delegation gemeinsam mit dem Reisebus nach Luzern aufbrach.
Für die bayerischen Teilnehmenden stellte die UWV dabei eine besondere Herausforderung dar: Der tägliche Trainingsbeginn um 5:30 Uhr gehörte definitiv nicht zu ihren Lieblingsdisziplinen. Dennoch wurde von Beginn an konzentriert gearbeitet, und die Boote entwickelten sich während der Vorbereitung kontinuierlich weiter. Neben den Trainingseinheiten blieb genügend Zeit, um sich kennenzulernen und als Team zusammenzuwachsen. Ein gemeinsamer Grillabend, bei dem sogar der DRV-Vorstand für Leistungssport, Robert Sens, persönlich vorbeischaute, rundete die gelungene Vorbereitung ab.
Internationale Erfahrung auf höchstem Niveau
Der Coupe de la Jeunesse bietet Nachwuchssportlerinnen und -Sportlern, die es (noch) nicht zur U19-WM geschafft haben, aus 17 Nationen die Möglichkeit, internationale Regattaluft zu schnuppern. Neben den sportlichen Leistungen stehen insbesondere der internationale Austausch und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt der Veranstaltung.
Ein besonderes Wettkampfformat sorgt dabei für zusätzliche Spannung: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag werden Vorläufe und Finals ausgetragen. Das bedeutet, dass die Ergebnisse des ersten Wettkampftages nur einen Einfluss auf die Setzungen der Vorläufe haben – jede Mannschaft erhält am Sonntag erneut die Chance, sich für das A-Finale zu qualifizieren.

Zweimal auf Goldkurs: Josefine Namer (2.v. rechts, Erlanger Ruderverein).
Zwei Goldmedaillen und zweimal Silber
Sportlich verlief das Wochenende für die beiden aus Bayern äußerst erfolgreich. Sehr erfolgreich war es für Josefine Namer. Der deutsche Juniorinnen-Doppelvierer dominierte an beiden Tagen die Konkurrenz und durfte sich über zweimal Gold freuen. Wilhelm Arlt gewann mit dem deutschen Junioren-Achter an beiden Wettkampftagen die Silbermedaille. In zwei spannenden Rennen musste sich das deutsche Boot lediglich Großbritannien geschlagen geben.
Mindestens genauso wertvoll wie die Medaillen, waren für viele Sportlerinnen und Sportler jedoch die Begegnungen abseits der Regattastrecke. Alle Nationen waren gemeinsam in einer Unterkunft untergebracht, wodurch zahlreiche internationale Kontakte entstanden. Die besondere Atmosphäre verglichen viele Teilnehmende ein wenig mit einem olympischen Dorf – ein Erlebnis, das den Coupe de la Jeunesse weit über die sportlichen Ergebnisse hinaus zu einem unvergesslichen Höhepunkt der Saison macht.
Das Team der Trainerinnen und Trainer mit BRV-Landestrainerin Inga Rose (3. von rechts).
Optimaler Einstieg des DRV in das Internationale Wettkampfformat
Der Deutsche Ruderverband hat insgesamt 4 Siege, 5 x Silber und 3 x Bronze errungen. Gewonnen hat am Samstag und Sonntag der Juniorinnen Doppelvierer und am Samstag der Juniorinnen Doppelzweier und der Junioren Doppelvierer.
Inga Rose, Fotos: DRV, privat
published on Thursday, July 30, 2026 at 12:38 PM; created by Bock, Willi
Last modification: 8/9/26, 11:49 PM