Bayerischer U23 Bereich im Aufbau - Kress und Reichardt erringen Leichtgewichtstitel
Fabio Kress vom ARC Würzburg ist seit Jahren auch international ein erfolgreicher Leichtgewichtsruderer. Foto: meinruderbild
Seit Herbst 2025 setzt der Bayerische Ruderverband wieder verstärkt Impulse im Aufbau des U23-Bereichs. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in München wurde diese Entwicklung sichtbar: Mit einer gestiegenen Anzahl an Meldungen – auch in den offenen Klassen – nutzten viele junge Athletinnen und Athleten die Gelegenheit, wertvolle Erfahrungen im Kleinboot auf nationalem Spitzenniveau zu sammeln.
Einmal mehr zeigte sich der Leichtgewichtsbereich als bayerische Stärke. Die herausragenden Leistungen des Wochenendes lieferten Fabio Kress und Johanna Reichardt vom ARC Würzburg, die beide ihre Einer-Rennen für sich entscheiden konnten. In einem rein bayerischen Duell um die Goldmedaille im leichten Seniorinnen-Zweier ohne Steuerfrau setzte sich der Regensburger Ruder-Klub mit Ingeborg Christl und Anne Langer durch.
Johanna Reichardt vom Akademischen Ruderclub Würzburg. Foto: meinruderbild
Bei den Leichtgewichtsfrauen im Zweier ohne kamen in einem rein bayerischen Feld drei Boote aufs Siegertreppchen: Gold für Ingeborg Christl und Anne Langer (Regensburger RK), Silber Laura Gärtner (RG München) und Marie Luise Schütze (ARC Würzburg), Bronze Jana Opitz und Wiebke Knigge (RG München)
Die Trainingsgruppe mit Simon Namer (RV Erlangen), Maksim Yerchenko (Schleißheimer RC) und Jonas Walter (RCaL Kaufering) präsentierte sich bei ihren ersten Deutschen Kleinbootmeisterschaften engagiert und kämpferisch. In einem leistungsstarken Teilnehmerfeld ging es für die jungen Sportler vor allem darum, sich zu behaupten und Rennhärte zu entwickeln. Das beste Ergebnis innerhalb der Gruppe erzielte Jonas Walter, der sich im D-Finale einen starken dritten Platz sichern konnte.
Auch im Frauen-Zweier ohne Steuerperson sammelten bayerische Nachwuchsathletinnen wichtige Erfahrungen. Die Regensburgerinnen Sara Meckl und Johanna Stockbauer qualifizierten sich für das D-Finale und verpassten den Sprung in das C-Finale nur knapp.
Kaspar Virnekäs vom Münchener RC überzeugte gemeinsam mit seinem Partner im Zweier-ohne Steuerperson zunächst mit starken Vorleistungen. Im weiteren Rennverlauf gelang es dem Duo jedoch nicht, diese Leistung konstant abzurufen, sodass sie sich mit dem C-Finale zufriedengeben mussten, das sie jedoch gewannen. Tom Tewes, ebenfalls vom Münchener RC, qualifizierte sich mit seinem Partner für das D-Finale im Männer-Zweier ohne und belegte dort den fünften Platz.
Eine gute Entwicklung zeigte auch Ricarda Heuser von der RG München 1972. Die eigentlich im Riemenbereich beheimatete Athletin stellte sich der Herausforderung im Einer und erreichte mit Platz 15 im Gesamtklassement exakt ihre Zielvorgabe.
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Ricarda Heuser von der RG München. Foto: Kevin Behling
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse, dass sich der bayerische U23-Bereich weiterhin im Aufbau befindet. Gleichzeitig lassen die gezeigten Leistungen erkennen, dass sich dieser Weg auszahlt und eine solide Grundlage für die Zukunft geschaffen wird. Für die bayerischen Sportler:innen im Elitebereich wird es entscheidend sein, ihre Leistungen weiterzuentwickeln und verstärkt auch in den Mittel- und Großbooten erfolgreich umzusetzen.
Bei den älteren Senioren dominierten aus Bayern auch die leichten Ruderer. So erkämpften im leichten Männer-Zweier Patrick Erdmann und Johannes Ursprung den dritten Titel für den ARC Würzburg. Platz 3 für Maximilian und Alexander Aigner vom Ruderclub am Lech Kaufering und Platz 4 für Lukas Grimm (Passauer Ruderverein) und Julian Grimm (Regensburger RK).
Inga Rose (Landestrainerin)
Patrick Erdmann und Johannes Ursprung vom ARC Würzburg. Foto: meinruderbild
veröffentlicht am Sonntag, 26. April 2026 um 01:19; erstellt von Bock, Willi
letzte Änderung: 26.04.26, 01:49