Die junge Sportlerin vom Ruderverein Nürnberg (RVN) lässt mit ihren hervorragenden Leistungen aufhorchen - und das nicht nur aktuell bei den Weltmeisterschaften im Beach Sprint. In Antalya startete sie in zwei Bootsklassen. Das Finale im Juniorinnen-Einer war für sie das neunte Sprintrennen in nur drei Tagen – und das erste, das sie nicht als Siegerin beendete. Am Regattatag 1 wurde sie Weltmeisterin im Doppelzweier mit Selma Ritter, am Tag 2 Vizeweltmeisterin im Einer. Die Beobacher des DRV schwärmen auf rudern.de: "Damit vervollständigte sie ihre beeindruckende WM, nachdem sie am Vortag bereits Gold im Juniorinnen-Doppelzweier gewonnen hatte. Zwei Starts, zwei Medaillen — ein bemerkenswerter Auftritt der jungen Nürnbergerin, die mit Präzision, Mut und großem Kampfgeist überzeugte."
„Es ist unglaublich, weil es einfach etwas ist, das wir gemeinsam geschafft haben“, sagte Mia Tetiwa im World-Rowing-Interview. Der Bundestrainer Adrian Brettingund der U19-Bundestrainer Hendrik Bohnekamp hatten sie schon im klassischen U19-Bereich drei Jahre begleitet und halten große Stücke auf sie. „Beeindruckend“ nannte Bretting die Leistung der von Bohnekamp betreuten Mannschaft. „Beide wurden von Runde zu Runde stärker, agierten taktisch klug und lieferten im entscheidenden Moment ihre beste Leistung.“

Auf dem Weg zur Goldmedaille mit im Doppelzweier mit Selma Ritter
Beachsprint zur Vize-Weltmeisterschaft
Überglücklich mit der Silbermedaille für ihren Einer-Einsatz
Erfolgreich auch wenige Wochen vorher bei der Coastal EM
Austragungsort war der Strand von Sorgun Çamiçi in Manavgat (Antalya) – an diesem Ufer fanden Anfang Oktober auch die Europameisterschaften statt. Dort startete Mia Tetiwa im Einer und verpasste nur knapp den Einzug ins Halbfinale. Bei rudern.de heißt es dazuu: "Trotz des Ausscheidens gehört ihre Leistung zu den stabilsten Auftritten im deutschen Nachwuchsteam – technisch sauber, mit vollem Einsatz und großem Kampfgeist bis ins Ziel. Der Einzug ins Viertelfinale und damit unter die besten acht Solos des Kontinents bleibt ein starkes Resultat bei anspruchsvollen Bedingungen am Strand von Antalya." Mit dieser Leistung wurde sie "zu den deutschen Hoffnungsträgern" gezählt.
Erfolge auch beim klassischen WM-Rudern
Mia Tetiwa ist bisher auch beim klassischen Rudern erfolgreich. Bei den U-19-Weltmeisterschaften im August in Litauen gewann sie im Juniorinnen-Zweier ohne mit Emma Bartelmeß (Münchener Ruderclub) das B-Finale - in einer mit 27 Booten stark besetzten Klasse. Im Jahr 2024 war es im Juniorinnen-Vierer (JW4-) der 5. Platz im Finale A bei den U19 Weltmeisterschaft im kanadischen St. Catharines. Mit im Boot: Sophie Egger (Rudergesellschaft München 1972), Sara Meckl und Johanna Stockbauer (beide Regensburger Ruder-Klub)
Alle Nachwuchs-Boote des DRV gewannen Medaillen
Alle fünf gestarteten Nachwuchsboote des DRV kamen in der Türkei in die Medaillenränge. "Zwei Gold- und drei Silbermedaillen sind ein großer Erfolg für die Aufbauarbeit der Trainer Adrian Bretting und Hendrik Bohnekamp und brachten natürlich auch den überlegenen Sieg in der Junioren-Nationenwertung", urteilt rudern.de: „Ein hervorragendes Gesamtergebnis“, sagte Cheftrainer Marcus Schwarzrock. „Ich beglückwünsche die Athletinnen und Athleten, das Trainer- und das Support-Team zu diesen sehr guten Leistungen.“ wbo mit rudern.de. Fotos: meinruderbild, DRV
veröffentlicht am Sonntag, 9. November 2025 um 00:08; erstellt von Bock, Willi
letzte Änderung: 23.11.25, 23:20