Die Fortbildung der Trainerinnen und Trainer ist beim Bayerischen Ruderverband weit mehr als eine Pflichtveranstaltung – sie ist ein zentraler Baustein für die Qualität, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit des Rudersports in Bayern. Als Veranstalter sorgen der BRV und seine Ausrichter dafür, dass im Flächenstaat Bayern ein flächendeckendes Netz an Fortbildungsstandorten entsteht. Kurze Wege, regionale Verankerung und starke Partner vor Ort ermöglichen es Trainer:innen aus ganz Bayern, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und neues Wissen direkt in ihre Vereine zu tragen.
An den zwei Tagen tauchten die Teilnehmenden in die Tiefen der Rudertechnik ein, erfuhren mehr zum Thema Leistungskurve und Bootsgeschwindigkeit, erprobten den Einsatz von Videoanalysen zur Umsetzung der Rudertechnik und erhielten gute Ideen zum Wintertraining für den Leistungs- und Breitensport sowie Sicherheit auf dem Wasser und zur Prävention sexualisierter Gewalt im Sport.
Zusammen mit Lennart Geerdes, Trainer der Junioren im ARCW und selbst langjähriger Spitzensportler, erarbeiteten sich die Kursteilnehmer:innen den aktuellsten Stand über das technische Ruderleitbild des Deutschen Ruderverbands. Mit seinen Erfahrungen konnte Lennart auch Alteingesessenen neue Perspektiven vermitteln. Dabei ging Lennart auf die technischen Besonderheiten des Leistungsruderns ein. Dank der vielschichtigen Erfahrungen der Teilnehmenden entstanden immer wieder angeregte Diskussionen über die Umsetzung des hohen technischen Anspruchs im Rudersport.
Christiane Huth vom Frankfurter Ruderclub referierte über das Thema „Sicherheit auf dem Wasser“ und die der Schifffahrtsregeln und Schifffahrtszeichen. Die Sichtweise der Binnenschifffahrt auf die Wassersportler und im Besonderen auf die Ruderer. Sie zeigte mit Bildern die Sicht aus dem Führerhaus eines Binnenschiffs – die schwere Erkennbarkeit der Ruderer auf dem Wasser. Auch zeigte sie beeindruckende Bilder von Sog- und Schubwellen an Frachtern und konnte damit die Gefahren bei Frachtschiffen deutlich darstellen.
Beim Thema Rudertechnik erprobten sich die Trainerinnen und Trainer in der Umsetzung von Videoanalysen und fuhren mit zwei Motorbooten und zwei Ruderbooten auf den Main. Anschließend wurden die Videos gemeinsam begutachtet, exemplarisch analysiert und allen vorgestellt. Dabei konnten die Teilnehmenden lernen, dass sich die Fehler in der Technik der Sportlerinnen und Sportler ausgezeichnet durch eine Videoanalyse aufzeigen lassen und welche Art von Videos hierfür notwendig sind.
Am zweiten Fortbildungstag berichtete Carolin Cicpio über die Prävention sexualisierter Gewalt im Sport. Im Vordergrund stand das Vermeiden und Erkennen von Situationen, die zu Übergriffen führen bzw. führen können. Berichte aus der Trainerpraxis veranschaulichten die vielschichtigen Situationen. Es wurden Möglichkeiten zur Vermeidung aufgezeigt und diskutiert.
Beim Thema „Schulung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten im Wintertraining“ konnten die Teilnehmenden die Übungen in der Trainingshalle begleiten und selber erfahren. Text und Foto Ludger Kleyer
veröffentlicht am Donnerstag, 30. April 2026 um 21:41; erstellt von Bock, Willi
letzte Änderung: 30.04.26, 21:50